Nagelpilz (Onychomykose): Wie erkennt man ihn, wie wird er behandelt und wie kann man effektiv vorbeugen?

Nagelpilz, fachsprachlich Onychomykose genannt, ist nicht nur ein ästhetisches Problem, das sich mit einer Schicht Nagellack kaschieren lässt. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit sind Nagelpilzinfektionen in der Bevölkerung weit verbreitet. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie man Nagelpilz sicher erkennt, warum er auch unter einer professionellen Nagelmodellage entstehen kann und welche Schritte notwendig sind, um wieder gesunde Nägel zu bekommen.

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Wie erkennt man Nagelpilz? Die wichtigsten Symptome

Eine Onychomykose entwickelt sich meist schleichend. Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken, sollten Sie aufmerksam werden:

  • Veränderung der Farbe: Der Nagel verliert seinen natürlichen Glanz, verfärbt sich gelblich oder bräunlich oder es entstehen weiße, kreideartige Flecken.
  • Veränderung der Struktur: Die Nagelplatte kann sich verdicken oder im Gegenteil extrem spröde werden, bröckeln und leichter abbrechen.
  • Onycholyse (Ablösung des Nagels): Der Nagel beginnt sich vom Nagelbett abzuheben. Der entstehende Zwischenraum bietet ideale Bedingungen für die Ansammlung von Schmutz und Bakterien.
  • Empfindlichkeit: In fortgeschrittenen Stadien kann die Umgebung des Nagels gerötet, geschwollen oder druckempfindlich sein (zum Beispiel in geschlossenen Schuhen).

Ursachen: Warum passiert das gerade Ihnen?

Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass Nagelpilz ausschließlich durch mangelnde Hygiene entsteht. Tatsächlich ist die Ursache jedoch wesentlich komplexer. Das medizinische Fachportal Dermatologie für die Praxis nennt unter anderem folgende Risikofaktoren:

  • Mikroverletzungen: Kleine Verletzungen des Nagels (zum Beispiel durch Sport oder eine unsachgemäße Maniküre) erleichtern das Eindringen von Krankheitserregern.
  • Feuchte Umgebung: Geschlossene, schlecht atmungsaktive Schuhe und übermäßiges Schwitzen der Füße.
  • Gesundheitszustand: Diabetes, Durchblutungsstörungen der Extremitäten oder ein geschwächtes Immunsystem.
  • Gemeinschaftsbereiche: Barfußlaufen in Bereichen wie Schwimmbädern, Saunen oder Gemeinschaftsduschen in Fitnessstudios.

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Der Mythos vom „Atmen“ der Nägel

Viele Menschen glauben, dass ein Nagel unter Gel „nicht atmen kann“ und deshalb Pilz entsteht. Die Wahrheit ist jedoch: Die Nagelplatte besteht aus abgestorbenen Keratinzellen und nimmt keinen Sauerstoff aus der Luft auf, sondern wird über die Blutbahn versorgt.

Eine Infektion unter einer Modellage entsteht nicht durch Sauerstoffmangel, sondern häufig durch sogenannte Lifts(Ablösungen des Materials). Wenn Feuchtigkeit unter das Gel gelangt und nicht entweichen kann, entsteht ein ideales Mikroklima für das Wachstum von Krankheitserregern.

Die Sicht einer Expertin von Ruscona

„In der Salonpraxis begegnen wir häufig dem sogenannten ‚grünen Nagel‘. Dabei handelt es sich nicht um einen echten Nagelpilz, sondern um eine bakterielle Infektion durch Pseudomonas, die gerade in Hohlräumen unter abgelöstem Modellagematerial entstehen kann.

Wenn eine Nageldesignerin einen solchen Befund entdeckt, darf sie kein weiteres Gel- oder Acrylprodukt auftragen. Der Nagel muss fachgerecht gereinigt, desinfiziert und vollständig getrocknet werden. Bei jedem Verdacht auf eine tiefere Infektion empfehlen wir grundsätzlich den Besuch bei einer Dermatologin oder einem Dermatologen“, erklärt das Schulungsteam von Ruscona.

Vorbeugung und Pflege: Wie bleiben Nägel gesund und gepflegt?

Die Grundlage gesunder Nägel ist eine konsequente Prävention – sowohl im professionellen Nagelstudio als auch bei der Pflege zu Hause.

  • Gründliche Hygiene und Desinfektion: Vor jeder Materialanwendung müssen sowohl der Nagel als auch alle Werkzeuge sorgfältig desinfiziert werden. Hochwertige Desinfektionsmittel sind für die professionelle Anwendung ebenso wichtig wie für die Pflege zu Hause.
  • Stärkung der Nagelbarriere: Wenn Sie zu schwachen Nägeln neigen, können vorbeugend Lösungen mit Inhaltsstoffen verwendet werden, die das Wachstum von Pilzen hemmen.
  • Rechtzeitiges Auffüllen: Verschieben Sie den Termin im Nagelstudio nicht unnötig. Eine herausgewachsene Modellage verändert den Schwerpunkt des Nagels und kann zu Mikroablösungen führen, die eine Eintrittspforte für Infektionen darstellen.
  • Hochwertige Materialien: Verwenden Sie zertifizierte Produkte mit transparenter Zusammensetzung, um das Risiko von Reizungen des Nagelbetts zu minimieren.

Wie wird man Nagelpilz los?

Die Behandlung einer Onychomykose erfordert vor allem Geduld und einen konsequenten Ansatz. Ziel ist nicht nur eine vorübergehende Linderung der Symptome, sondern die vollständige Beseitigung der Infektion und die Vermeidung eines erneuten Auftretens.

Wie behandelt man Nagelpilz effektiv? Für die lokale Therapie steht eine große Auswahl an Präparaten zur Verfügung – von frei verkäuflichen Antimykotika bis hin zu einer umfassenden Behandlung unter dermatologischer Betreuung.

Bei antimykotischen Präparaten kommen häufig medizinische Cremes, spezielle Nagellacke oder Lösungen zum Einsatz, die gezielt auf die betroffene Nagelfläche wirken. Wenn die Infektion tiefer sitzt, das Nagelbett betrifft oder mehrere Nägel gleichzeitig befallen sind, kann ein Arzt eine systemische Behandlung mit Tabletten verordnen.

Als ergänzende Methode wird in einigen spezialisierten Einrichtungen eine Laserbehandlung eingesetzt, die Krankheitserreger durch Wärmeenergie bekämpfen kann. Die Wirksamkeit dieser Methode kann jedoch individuell unterschiedlich sein.

Wenn Sie nach einer ergänzenden Pflege auf natürlicher Basis suchen, werden häufig Hausmittel wie Teebaumöl oder Oreganoöl genannt. Aufgrund ihrer natürlichen antiseptischen Eigenschaften können sie die Hygiene rund um den Nagel unterstützen. Experten empfehlen sie jedoch eher als unterstützende Maßnahme zur Vorbeugung und nicht als vollständigen Ersatz für eine medizinische Behandlung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Darf ich meine Nägel lackieren, wenn ich Nagelpilz habe?

Normale Nagellacke und Gelprodukte werden bei einer aktiven Infektion nicht empfohlen, da sie das Problem „einschließen“ und die Anwendung medizinischer Tropfen erschweren können. Besser ist es, den Nagel frei zu lassen und lokale Antimykotika anzuwenden, die von einem Arzt empfohlen wurden.

Wie lange dauert die Behandlung von Nagelpilz?

Die Behandlung benötigt viel Zeit. Sie dauert so lange, bis der befallene Teil des Nagels vollständig herausgewachsen ist. Bei Fingernägeln dauert dies häufig etwa sechs Monate, bei Fußnägeln zwölf Monate oder länger.

Helfen Hausmittel wie Essig oder Teebaumöl gegen Nagelpilz?

Obwohl Teebaumöl leicht antiseptische Eigenschaften besitzt, ist seine Wirksamkeit bei einer ausgeprägten Onychomykose laut Studien sehr begrenzt. Eine fachkundige Diagnose und eine gezielte Behandlung sind daher immer die sicherere Wahl.

 

RUSCONA TEAM

 
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